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[Rezension] Ein ganz neues Leben 02 - Jojo Moyes


Infos zum Buch:
Autor/-in: Jojo Moyes
Preis: 19,95€
Seitenanzahl: 528
Verlag: Rowohlt
Reihe:
1. Ein ganzes halbes Jahr
2. Ein ganz neues Leben

Achtung Spoilergefahr! Es handelt sich um den 2. Band einer Reihe!

Klappentext:
«Du hast mich mitten ins Herz getroffen, Clark. Vom ersten Tag an, an dem du mit deinen lächerlichen Klamotten hereingestapft bist. Du hast mein Leben verändert.»
Sechs Monate hatten Louisa Clark und Will Traynor zusammen. Ein ganzes halbes Jahr. Und diese sechs Monate haben beide verändert. Lou ist nicht mehr das Mädchen aus der Kleinstadt, das Angst vor seinen eigenen Träumen hat. Aber sie führt auch nicht das unerschrockene Leben, das Will sich für sie gewünscht hat. Denn wie lebt man weiter, wenn man den Menschen verliert, den man am meisten liebt? Eine Welt ohne Will, das ist für Lou immer noch schwer zu ertragen. Ein einsames Apartment, ein trister Job am Flughafen – Lou existiert, aber ein Leben ist das nicht. Bis es eines Tages an der Tür klingelt – und sich eine Verbindung zu Will auftut, von der niemand geahnt hat. Endlich schöpft Lou wieder Hoffnung. Hoffnung auf ein ganz neues Leben.

Erster Satz:
„Der dicke Mann am Ende des Tresens schwitzt.“

Meine Rezension:
Mittlerweile kennt jeder das Buch "Ein ganzes halbes Jahr". Oder den Film. Oder weiß zumindest, wie es endet. Doch jetzt hat uns die Autorin die Möglichkeit gegeben, noch einmal Zeit mit Louisa Clark zu verbringen.

Es sind 18 Monate vergangen, 18 Monate voller Trauer und Schmerz. Louisa ist nach London gezogen und arbeitet in einer Flughafenbar. Sie sieht täglich dabei zu, wie Menschen sich ihre Träume erfüllen, doch sie bleibt an einem Ort, obwohl ihr die Welt so viel bieten würde. Der Ortswechsel soll für einen Neuanfang stehen, den sie jedoch noch nicht so wirklich begonnen hat.
Doch dann tritt eine Person in ihr Leben, die es mal so richtig aufmischt und sie aus ihrer "Höhle" fordert...

Es sind altbekannte Charaktere - Louisas Familie und Wills Eltern - vertreten, doch auch unbekannte Gesichter tauchen auf.
Der Teenager Lilly ist sehr authentisch dargestellt und handelt genauso wie man es von einem Teenager erwartet: launisch und impuliv, lässt sich nichts sagen und zieeht sein eigenes Ding durch. Größtenteils passt das sehr gut in die Geschichte, jedoch wirkt es an manchen Stellen zu überspitzt.
Auch die Sanitäter Sam und Donna sind Charaktere, die man sofort ins Herz schließt, was nicht einzig und allein daran liegt, dass sie durch ihre Berufswahl hilfsbereit und stets freundlich sind.

Es ist schön, noch einmal einen Einblick in Louisas Leben zu bekommen. Die Autorin vermittelt den Lesern das Gefühl, dass man seine Trauer zulassen darf und sich dem Schmerz des Verlustes hingeben darf und auch sollte. Sie weist einen aber auch darauf hin, dass irgendwann der Zeitpunkt kommen muss, an dem man das Geschehene hinter sich lässt und einen Schritt nach vorne macht und sich der Zukunft stellt, das man was aus seinem Leben machen soll.

Von der Atmosphäre her ist die Geschichte ganz anders als in seinem Vorgängerband, was aber auch daran liegt, dass das Thema ein anderes ist. Diese Geschichte kann man als ein Extra sehen, da schließlich auch der erste Band in sich abgeschlossen ist und für sich alleine stehen kann.
Auch das Ende von diesem Buch ist in sich abgeschlossen, obwohl es für meinen Geschmack etwas zu schnell und plötzlich zu Ende ging. Leider erfährt man nicht, ob Louisa sich wieder auf eine Beziehung einlassen kann.

Fazit:
Mit "Ein ganz neues Leben" hat Jojo Moyes einen gelungenen Folgeband geschrieben. Wir bekommen noch einmal die Möglichkeit an Louisas Leben teilzunehmen, ihre Gefühle zu erfahren und können sehen, wie es ihr ergeht.
Trotz ein paar Kleinigkeiten hat mir die Geschichte gut gefallen.

4 von 5 Punkten

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