[Rezension] Was fehlt, wenn ich verschwunden bin - Lilly Lindner


Infos zum Buch:
Autor/-in: Lilly Lindner
Preis:
Seitenanzahl:
Verlag: Fischer
Reihe: Einzelband

Klappentext:
April ist fort. Seit Wochen kämpft sie in einer Klinik gegen ihre Magersucht an. Und seit Wochen antwortet sie nicht auf die Briefe, die ihre Schwester Phoebe ihr schreibt. Wann wird April endlich wieder nach Hause kommen? Warum antwortet sie ihr nicht? Phoebe hat tausend Fragen. Doch ihre Eltern schweigen hilflos und geben Phoebe keine Möglichkeit, zu begreifen, was ihrer Schwester fehlt. Aber sie versteht, wie unendlich traurig April ist. Und so schreibt sie ihr Briefe. Wort für Wort in die Stille hinein, die April hinterlassen hat.

Erster Satz:
"Liebe April, du bist jetzt schon fast eine Woche weg, und ohne dich ist es schrecklich langweilig hier."

Meine Rezension:
Ich habe die Autorin auf einer Buchmesse auf einer Lesung kennengelernt. Das war aber keine Lesung im großen Stil, wo der Autor vor einem sitzt mit Mikro, nein wir waren am Stand vom Verlag und haben uns mit einer kleinen Gruppe in eine Ecke gesetzt und die Autorin hat uns von ihrem Buch erzählt. 

Die Geschichte ist so, wie sie geschrieben ist, einzigartig. Das Buch lässt sich in zwei Abschnitte unterteilen, in denen die beiden Schwestern erzählen. Sie schreiben sich gegenseitig Briefe, in denen sie über die momentane Situation und vergangene Erlebnisse. Denn die beiden Schwestern sind getrennt und haben es beide nicht leicht. 

Die kleine 9-jährige Phoebe versteht nicht, was mit ihrer 16-jährigen Schwester April los ist. Für eine 9-jährige ist die Krankheit Magersucht auch sehr schwer bis gar nicht zu verstehen, besonders wenn auch die Eltern nicht gewillt sind, ihr ihre Fragen zu beantworten. 
Phoebe ist ein aufgewecktes Mädchen, was die Welt entdecken und verstehen will. Jedoch erhält sie da von ihren Eltern kaum Unterstützung, weil diese sich sehr zurückgezogen haben in ihre eigenen Welten. Phoebe versucht das alles aber nicht an sich heran zu lassen und mit den Briefen an ihre Schwester zu verarbeiten. 
Mit Voranschreiten der Zeit jedoch wird deutlich, dass sie mehr und mehr versteht und nicht mehr ganz so viel Lebensfreude hat. Durch ihre Freundinnen und deren Eltern bekommt sie die Zuneigung, die ein heranwachsender Mensch braucht, da sie von ihren Eltern nicht viel bekommt.
Täglich schreibt sie Briefe an ihre Schwester, von der sie aber nie eine Antwort erhält. Als Leser erfährt man auch später in der Geschichte, warum das so ist.

Im zweiten Teil der Geschichte erfahren wir mehr über April, wieso sie krank ist und in einer Klinik ist. Und es hat mich zutiefst getroffen.

Ich möchte da jetzt nicht mehr ins Detail gehen, um nicht zu viel vorweg zu nehmen.
Die Geschichte hat mich traurig, ärgerlich und sehr nachdenklich gemacht. 

Fazit:
Eine traurige und nachdenklich machende Geschichte. Ein Thema, über das nicht so oft gesprochen wird. Ich empfehle es euch! Lest es!

5 von 5 Punkten

Kommentare:

  1. Ich glaube ich muss mir das Buch wirklich holen, es ist nun jetzt seit über einem Jahr auf meiner Wunschliste und immer wieder höre ich nur gutes darüber :)!

    LG Piglet ♥

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    1. du solltest das Buch auch lesen, es ist mal eine andere Geschichte, die aber sehr schön geschrieben ist.

      Lg, Caro

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