[Rezension] Earth Girl 01 - Die Prüfung - Janet Edwards


Infos zum Buch:
Autor/-in: Janet Edwards
Preis: 9,99 €
Seitenanzahl: 448
Verlag: Rowohlt
Reihe: Earth Girl-Dilogie
1. Die Prüfung
2. Die Begegnung

Klappentext:
Sie kommt von der Erde. Ihr Schicksal steht in den Sternen. Jarra ist ein «Earth Girl». Während sich der Rest der Menschheit aufmacht, fremde Galaxien zu entdecken, ist Jarra zu einem Leben auf dem alten Heimatplaneten verdammt: Aufgrund eines Gendefekts kann sie nicht teleportieren. Sie gehört zu den Ausgestoßenen, den Wertlosen. Aber Jarra hat einen Traum: Sie will normal sein, will wie alle anderen studieren. Ihre Leidenschaft ist die Frühgeschichte – der faszinierende Zeitraum vor Erfindung der Portaltechnik. Damals lebten die Menschen in riesigen Städten wie New York, die heute nur noch Ruinen sind. Um ihren Traum wahr werden zu lassen, muss Jarra ihre Identität ver­leugnen. Sie ist bereit, diesen Preis zu zahlen. Doch als ein schreckliches Unglück droht und nur Jarra es aufhalten kann, beginnt sie sich zu fragen, ob es wirklich so erstrebenswert ist, normal zu sein...

Erster Satz:
"Am Wellam-Crane Day entschied ich mich endlich für das Fach meines Grundstudiums."

Meine Rezension: 
Wie kann man anderen beweisen, dass man gar nicht anders ist, was aber alle glauben? Man verrät ihnen diesen vermeidlichen Unterschied einfach nicht...

Die Geschichte spielt in der fernen Zukunft, im 28. Jahrhundert. Die Technik hat sich so weit entwickelt, dass es den Menschen möglich war, auf entfernte Planete zu reisen und dort neue Heimaten zu finden. Ihnen ist es durch Portale möglich, von einem Planeten zum anderen zu reisen. Doch, wenn ein Kind auf der Reise durch ein Portal geboren wird, leidet es unter einem Fehler: es kann die Erde nicht verlassen, die Reise auf andere Kontinente ist unmöglich, ohne körperliche Folgen zu erleiden. Sie werden deshalb als 'Neander' auf höfliche Weise und als 'Affen' auf unhöfliche Weise bezeichnet. Folglich haben die 'Neander' auch eine Bezeichnung für die reisefähigen Menschen. Wohlgesinnt nennen sie diese 'Norms', feindlich werden sie als 'Exos' bezeichnet.

Die Protagonistin Jarra ist sozusagen ein Neander. Noch nie war ihr das Reisen außerhalb der Erde möglich, sie leidet unter den Beschimpfungen der Norms. Doch mit der Bewerbung für das Studium beschließt sie, einen gewagten Schritt zu tun. Anstatt sich wie gewöhnlich an der University Earth zu bewerben, bewirbt sie sich an der Asgard University im Gamma Sektor für das Vorgeschichtsstudium. Da dieses Studium erst einmal auf der Erde stattfindet, wird sie keine Reiseprobleme haben.
Mit einer ausgedachten Vergangenheit als Militärstochter verschafft sie sich Ansehen und Respekt innerhalb ihrer Klasse, selbst der leitende Professor scheint ihr zu glauben. Mit der Zeit während des Aufenthalts auf dem Ausgrabungsort New York wächst die Klasse zusammen, keiner fragt nach Jarras Vergangenheit. Doch in dieser Zeit merkt auch Jarra, dass die Norms anders sind, als sie bisher gedacht hat. Immer mehr verstrickt sie sich in ihre ausgedachte Identität, wobei sich herausstellt, dass ein Kern Wahrheit dahintersteckt. Wird sie je wieder aus der Sache herauskommen?

Besonders enge Freundschaft schließt sie mit Fian aus dem Delta-Sektor. Auf der Ausgrabungsstätte arbeiten die Beiden als enges Team zusammen, Jarra ist Taggerin, sie legt den Ausgrabungsort frei, er ist Tagger-Support und rettet Jarra im Notfall. Beide fühlen sich zueinander hingezogen. Doch Jarra sträubt sich erst gegen eine Beziehung, da sie ihn ja mit ihrer vorgetäuschten Identität belügt...

Die Autorin erschafft eine neue Illusion der jetzigen Welt. Die großen Metropolen wie New York bestehen nur noch aus Ruinen, die geschichtliche Dokumente unter ihren Trümmern verstecken. Verschiedene Gruppen von Menschen begeben sich jeden Tag an die Bergung, die eine hohe Gefahr darstellen.
Auch die Technik ist fortschrittlich, mithilfe von besonderen Gerätschaften ist es den Teams möglich, große Brocken Stein zu bewegen.
Mit dem guten beschreibenden Schreibstil macht es Frau Edwards einem sehr leicht, sich in diese entfremdete Welt hineinzuversetzen.

Fazit:
Eine Reise in die entfernte Zukunft, eine für uns fremde Welt, doch es sind noch Restbestandteile erhalten. Eine Protagonistin, die weiß, was sie möchte. Eine Mischung aus Science-Fiction und normalem Leben.
"Earth Girl" entführt auf eine Reise in die Zunkunft, die zeitgleich beängstigend wirkt und neugierig macht.

4 von 5 Punkten

Kommentare:

  1. Hallo Caro,

    Earth Girl ist eines meiner Lieblingsbücher! Ich mag besonders, dass die Protagonistin so stark ist. Ich habe dieses Buch sehr genossen und bin gerade an der Fortsetzung dran =)

    LG
    Anja

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    1. Hallo :)
      die Fortsetzung werde ich auch noch auf jeden Fall lesen. Die Dilogie möchte ich beenden :)

      LG
      Caro

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